Ein Blick in die Zukunft!

Die TI 2.0 revolutioniert die Telematikinfrastruktur.

Die Telematikinfrastruktur (TI) ist DER Grundstein für ein digitales Gesundheitswesen. Die „Datenautobahn des Gesundheitswesens“ dient dem schnellen und sicheren Datenaustausch zwischen den verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen. Neben Ärzten, Zahnärzten, Apotheken und Krankenkassen sind auch die sonstigen Leistungserbringer gesetzlich verpflichtet sich der TI anzuschließen bzw. können dies bereits heute freiwillig tun – auch wenn die Anschlussfrist noch nicht verstrichen ist. Doch die TI ist ein stetig wandelnder Prozess. Kürzlich erst hat die Gematik einen Ausblick gegeben, welche umfassenden Reformen bis zum Jahr 2025 geplant sind. Telekonnekt gibt einen Einblick in die TI 2.0.

 

Die TI in ihrer heutigen Erscheinungsform basiert auf den Überlegungen und Prämissen der 2000er Jahre. Seitdem hat sich die Technologie jedoch enorm weiterentwickelt. Und auch die Bedürfnisse und Anforderungen der Patientinnen und Patienten sind nicht mit denen von vor zehn Jahren zu vergleichen. Hier setzt die TI 2.0 an.

 

Die TI 2.0 oder auch die „TI der Zukunft“ soll vor allem eins werden: Einfacher und sicherer mit klarem Nutzen für alle Akteure!  So entfällt künftig der Einsatz von Konnektoren. Zudem wird die Authentifizierung auch ohne Institutionskarte SMC-B bzw. elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) möglich sein. Vielmehr ist geplant, sogenannte elektronische Identitäten zum Einsatz zu bringen. Die Folge: eine zeitgemäße Patientenversorgung!

 

Entscheidende Neuerung ist also das Schaffen einer „Arena für digitale Medizin“! Die TI 2.0 soll universell über das Internet, d.h. zeit- und ortsunabhängig über eigene Endgeräte, erreichbar sein. Ein wesentliches Sicherheitsmerkmal der TI aktuell ist das geschlossene Netz. Durch eine Ende-zu-Ende-Absicherung wird ein zentrales Netz mit physischen Zugangspunkten und Konnektor künftig jedoch nicht mehr nötig sein. Vielmehr setzt die Gematik dann auf ein zukunftsweisendes Plattformmodell. Nutzerinnen und Nutzer, die sich authentisiert haben, erhalten Zugriff auf die Dienste der TI über das Internet – sowohl am PC wie auch mobil.

 

Aber auch für die Patientinnen und Patienten verspricht die TI 2.0 einen deutlichen Mehrwert. So sollen sie künftig selbst über eine App Zugriff auf ihre elektronische Patientenakte (ePa) und ihre E-Rezepte erhalten. Zudem sind für die Zukunft Kombinationen von Diensten geplant. Informationen können so leichter zusammengeführt werden. Ein Beispiel hier ist die Aktualisierung der ePa durch den Patienten mittels dem automatischen Abgleich mit einem Schmerztagebuch (DiGA).

 

Der Umbau hin zur TI 2.0 ist schrittweise bis Ende 2025 vorgesehen. Die Migration soll parallel zum Regelbetrieb der TI durchgeführt werden.

 

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